Bahnaktionstag 25_10_2003 Bahndemo_25_10_03.htm




Aktuelles (Stand 9.11.03) siehe Aktuell Aktuelle Ticker:http://www.oneworldweb.de/castor/ticker/index.html

Wendland Castor Herbst 2003

... eine Ideensammlung ( wird ausgebaut)CastorCastorblockade

Aktuelles (Stand 5.11.03) siehe Aktuell

einige Links:
BI Luechow-Dannenberg / Wendland
x1000malquer
www.castor.de
anti-atom-aktuell


Kartemmaterial:
www.contratom.de

BI Luechow Infohotline: 01805-252769 (o.12Euro/min) Tastenkombination der Rufnummer: ALARMX
Infotelefon Lüneberg 04131-48599 oder 264780 ab 8.11
Info

Liebe Freundinnen und Freunde                      9.11.03

Totgesagte leben länger: Der Widerstand gegen Castor-Transporte und
Atomkraft ist so leicht nicht zu zermürben. 6.000 Menschen (doppelt so
viele wie erwartet) und 194 Trecker auf der bunten und kraftvollen
Auftaktdemo gestern in Dannenberg. Danach ein riesiges Trecker-X direkt an
der Transportstrecke zwischen Splietau und Gusborn. Heute seit dem frühen
Morgen dann Besetzung eines Schachtturms an der Endlager-Baustelle in
Gorleben durch AktivistInnen von Robin Wood. (Muss nett sein da oben, mit
Blick auf all die vielen bewohnten Polizeicontainer auf dem Gelände des
Bergwerks - haben die heute morgen alle geschlafen???)

Der Tag im Wendland wird lebhaft: Die BI lädt zum Frühstück vor den Toren
der besetzten Endlager-Baustelle, eine Fahrradtour wird vom Verladekran in
Dannenberg über die Transportstrecke bis Gorleben rollen, in Langendorf
steigt heute Mittag ein großes Chorfestival in der an der Strecke
gelegenen Kirche ("Wo man singt, da lass dich ruhig nieder"), in Gusborn
wird ein großes Straßenfest steigen, in der Göhrde gehen ReiterInnen auf
Jagd (FahrradfahrerInnen können auch mitkommen), zahlreiche
Kulturveranstaltungen locken an die Strecke.
(http://www.oneworldweb.de/castor/php/termine/clptermine.html).

In Hitzacker gibt es seit gestern die "Offene Aktionsplattform Ziviler
Ungehorsam". Hier kommen Einzelne und Gruppen aus dem Umfeld von
X-tausendmal quer zusammen, um direkte Aktionen Zivilen Ungehorsams
vorzubereiten. Begonnen hat dieser Prozess gestern Abend - ihr könnt aber
noch dazukommen - die Stimmung ist auch hier bestens.

Viele politische BeobachterInnen und JournalistInnen sind überrascht, dass
und wie es im Wendland weitergeht. Wir selbst sind es weniger. Schließlich
ist der lange Atem schon immer eine der größten Stärken des wendländischen
Widerstandes. Und warum sollten wir nachlassen, wenn wir noch so viel
gewinnen können: Die Castor-Halle steht noch zu über 90 Prozent leer, die
Entscheidung über das geplante Endlager ist noch nicht gefallen. Die
Pilotkonditionierungsanlage (PKA) ist noch nicht in Betrieb. Es wäre doch
absolut töricht, in so einer Situation aufzugeben.

Also: der Streit um Gorleben, Castor und Atomkraft geht weiter. Wer
dachte, es lohne sich nicht, dieses Jahr ins Wendland zu fahren, hat sich
getäuscht. Noch könnt Ihr "Last Minute" dazukommen. Wär doch schade, wenn
Euch Eure Enkel später fragen, ob Ihr damals 2003 auch dabei wart und Ihr
habt nichts zu erzählen. :-)

In diesem Sinne

Sonnige Grüße aus dem schönen Wendland

Jochen Stay
>> Castor-Info-Dienst 09 >> 26. September 2003 > Wahrscheinlicher Transporttermin: 10.-13. November > Auftaktdemo Dannenberg: 8. November, 13 Uhr --------------------------------------------------- X-tausendmal quer, Schweffelstr. 6 Hinterhaus, 24118 Kiel, 0431-2108821, info@x1000malquer.de Aktionskonto: 24 422 803, Volksbank Clenze, BLZ 258 619 90 --------------------------------------------------- > Kettenreaktion Gorleben > Eine Mobilisierungs-Idee zum Mitmachen > Entscheidet Euch jetzt! Wenn der Castor kommt. .dann versuchen die Medien und die Politik immer wieder aufs Neue, die Anti-Atom-Bewegung totzureden. Da heißt es, der Widerstand würde bröckeln usw. Ihr wichtiger Maßstab ist die Beteiligung an der großen überregionalen Auftaktdemonstration im Wendland am Samstag vor dem Castor-Transport. Da wird immer fleißig gezählt und danach politisch bewertet. Eine Zahl wird so zum politischen Gradmesser. Wenn wir zeigen wollen, dass die Atompolitik weiter nicht akzeptiert wird, dann ist es wichtig, dass eine große Anzahl von Menschen zur Auftaktdemo kommt. Wer AtomkraftgegnerIn ist, und das sind aus gutem Grund noch immer viele, kann sicher dazu bewegt werden, mindestens einmal im Jahr Flagge zu zeigen, nämlich kurz vor dem nächsten Tag X. Und das geht so: Wir alle gemeinsam machen uns auf die Suche nach potentiellen MitdemonstrantInnen. Alle, die sich entschieden haben zu kommen, machen sich eine Erklärung zu Eigen, in der sie zwei Dingen versprechen: 1. An der großen Auftaktdemonstration teilzunehmen. 2. Mindestens drei weitere Menschen zu suchen, die diese Erklärung ebenfalls abgeben. Dadurch entsteht ganz schnell ein Effekt wie bei einer atomaren Kettenreaktion. Nur dass es in unserem Fall eine anti-atomare Kettenreaktion ist. Jede/r Einzelne muss nur drei Mitmenschen überzeugen, aber trotzdem werden wir ganz schnell richtig viele. Wenn Ihr untenstehende Rückmeldung ausfüllt, bekommt Ihr von uns zehn Exemplare des Kettenreaktion-Faltblattes zugeschickt, um weitere UnterzeichnerInnen zu finden. Ihr könnt natürlich auch diese Mail weiterverbreiten. Wichtig ist aber, dass ihr dabei wirklich darauf achtet, dass mindestens drei Leute mitmachen. ----------------------------------------------------------------- Bundesweite Auftakt-Demonstration gegen den Castor-Transport nach Gorleben: Samstag, 8. November 2003, 13 Uhr, Marktplatz Dannenberg (Plätze in Shuttle-Bussen von den Bahnhöfen Salzwedel, Uelzen und Lüneburg über die BI Lüchow-Dannenberg buchbar: 05841-4684) Eure Daten werden nicht veröffentlicht, sondern dienen nur dem internen Gebrauch und der Möglichkeit, Euch über den Stand der Kettenreaktion und die Pläne für die Demonstration auf dem Laufenden zu halten. Wer zur Finanzierung der "Kettenreaktion" (Druckkosten, Porto etc.) beitragen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: K. Kasten, Volksbank Wendland, Konto 121 021 3000, BLZ 258 634 89. Wichtig ist das Stichwort: "Kettenreaktion". Vielen Dank! ----------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------- R Ü C K M E L D U N G Achtung! Bitte n i c h t per Antwort-Button verschicken! Bitte kopiert diesen Teil in eine neue Mail, füllt ihn aus und sendet ihn an mich persönlich zurück: j.stay@jpberlin.de Die gemeinsame Erklärung: Versprochen: Ich werde an der großen Auftaktdemonstration gegen den Castor-Transport nach Gorleben teilnehmen und werde versuchen, mindestens drei weitere Menschen zu überzeugen, ebenfalls diese Erklärung abzugeben. Name Straße, Hausnummer PLZ, Ort eMail [ ] Ich brauche Argumente! Bitte mailt mir den Text vom Infoblatt "Gute Gründe gegen Castor-Transporte" Achtung! Bitte n i c h t per Antwort-Button verschicken! Bitte kopiert diesen Teil in eine neue Mail, füllt ihn aus und sendet ihn an mich persönlich zurück: j.stay@jpberlin.de -- _______________________________________________ X1000malquer mailing list Abbestellen? Umstellen? http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer Fragen zu den Mailinglisten? >> http://www.x1000malquer.de/mailingliste-faq.html >> http://www.x1000malquer.de/mailing.html >> Castor-Info-Dienst 08 >> 24. September 2003 > Wahrscheinlicher Transporttermin: 10.-13. November > Auftaktdemo Dannenberg: 8. November, 13 Uhr --------------------------------------------------- X-tausendmal quer, Schweffelstr. 6 Hinterhaus, 24118 Kiel, 0431-2108821, info@x1000malquer.de Aktionskonto: 24 422 803, Volksbank Clenze, BLZ 258 619 90 --------------------------------------------------- > Atommüll und kein Ende: Vier neue Zwischenlager genehmigt Das Bundesamt für Strahlenschutz hat am Montag vier neue Atommüll-Zwischenlager an den AKW-Standorten Biblis (Hessen), Ohu (Bayern), Esenshamm (Niedersachsen) und Neckarwestheim (BaWü) genehmigt. Zwar müssen diese Lagerhallen erst noch gebaut werden (in Neckarwestheim soll der strahlende Abfall sogar in einem Tunnel im Steinbruch gelagert werden), aber schon mit der jetzigen Genehmigung haben die Reaktorbetreiber die Lizenz zum Vergiften künftiger Generationen. Alleine in diesen vier Lagern sollen einmal 518 Castor-Behälter aufbewahrt werden. Insgesamt sind sogar zwölf neue Zwischenlager geplant. Der bis zum Ende der im Atomkonsens vereinbarten Reaktorlaufzeiten noch erzeugte Atommüll wird die bis heute angefallene Menge verdreifachen. Mit Atomausstieg hat dies nichts zu tun. Mit den Lagerhallen direkt an den Kraftwerken erhoffen sich Bundesregierung und AKW-Betreiber weniger öffentliche Aufmerksamkeit für das weiter ungelöste Atommüll-Problem, weil ein Teil der Castor-Transporte ins Ausland wegfällt. Sie verhalten sich dabei allerdings wie kleine Kinder, die beim Versteckspielen die eigenen Augen zuhalten und meinen, dadurch unsichtbar zu werden. Zitat aus der Presseerklärung des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): "Die Aufbewahrung der abgebrannten Brennelemente in Lagerhallen aus Stahlbeton bzw. in Neckarwestheim in Lagertunneln ist auf maximal 40 Jahre befristet. Spätestens dann sollen sie in ein Endlager in tiefen geologischen Schichten verbracht werden." Dumme Frage: Was, wenn es dann noch immer kein geeignetes Endlager gibt? Pech für die kommenden Generationen? Ein Vergleich: Wenn die Badewanne überläuft, muss ja auch zuerst und sofort der Hahn abgedreht werden und danach kann man sich bemühen, den Schaden in Grenzen zu halten. Es macht keinen Sinn, noch dreimal so viel Wasser laufen zu lassen und ständig neue Eimer zu füllen, ohne zu wissen, was mit diesen vollen Eimern geschehen soll. Der Widerstand gegen den Castor-Transport nach Gorleben ist Widerstand gegen eine weiterhin verantwortungslose Atommüll-Politik der Bundesregierung. > Auch der Innenminister kommt ins Wendland Nicht nur Niedersachsens Umweltminister Sander besucht diese Woche den Landkreis Lüchow-Dannenberg (siehe letzter Infodienst), sondern auch sein Kollege vom Innenressort, Uwe Schünemann (CDU). Er traut sich im Gegensatz zu Sander sogar an die Öffentlichkeit, wenn auch nur im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des CDU-Parteitages im Lüchower Gildehaus. Er spricht am Donnerstag um 19 Uhr zum Thema: "Innere Sicherheit und Lebensqualität der Menschen" > Lesemarathon bei Castoreller Landpartie Ein Schwerpunkt des Castor-Widerstandes in diesem Jahr werden zahlreiche Aktivitäten von KünstlerInnen entlang der Transportstrecke unter dem Motto "Castorelle Landpartie" sein. Open-Air-Kino, Konzerte, Theater, Kabarett usw. sind in Vorbereitung. Eine besondere Idee dabei: Der Lesemarathon. Es werden dazu noch Menschen gesucht, die aus eigenen oder fremden Werken Erbauliches oder Erstaunliches vorlesen möchten. Kontakt: BI-Büro 05841-4684, bi-luechow@t-online.de > Jetzt den Castor-Termin streuen Noch ist es sechseinhalb Wochen hin bis zur Auftaktdemonstration am 8.11. in Dannenberg. Wer jetzt von diesem Termin erfährt, kann ihn noch gut einplanen. Deshalb der Appell an alle LeserInnen dieses Infodienstes: Sorgt dafür, dass der Castor-Termin und der Demo-Termin überall bekannt werden. Viele können jetzt sogar noch Urlaub für die Castor-Woche beantragen, denn der Widerstand geht nach der Auftaktdemo ja erst richtig los. Eine Reise ins Wendland lohnt sich immer. Herzliche Grüße aus dem schönen Wendland Jochen Stay PS: Widerstand ist nicht umsonst. Flugblätter, Plakate, Zeitungsanzeigen, Aktionsmaterial usw. kostet viel Geld. Deshalb die Bitte um kleine und große Spenden auf das Aktionskonto (siehe oben). Danke! -- _______________________________________________ X1000malquer mailing list Abbestellen? Umstellen? http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer Fragen zu den Mailinglisten? >> http://www.x1000malquer.de/mailingliste-faq.html >> http://www.x1000malquer.de/mailing.html >> Castor-Info-Dienst 07 >> 21. September 2003 > Wahrscheinlicher Transporttermin: 10.-13. November > Auftaktdemo Dannenberg: 8. November, 13 Uhr --------------------------------------------------- X-tausendmal quer, Schweffelstr. 6 Hinterhaus, 24118 Kiel, 0431-2108821, info@x1000malquer.de Aktionskonto: 24 422 803, Volksbank Clenze, BLZ 258 619 90 --------------------------------------------------- >Emissionshandel zugunsten der Atomenergie Neben all den Aktionsplänen für den kommenden Castor-Transport soll hier auch nicht vergessen werden, worum wir eigentlich ringen: Um eine Politik, die die Atomenergie als das behandelt, was sie ist: eine der größten Gefahren für die Menschheit. Doch die rot-grüne Bundesregierung macht leider weiter eine atomfreundliche Energiepolitik. Das jüngste Beispiel: Eigentlich ging es beim "Energiegipfel" am Freitag beim Kanzler nicht um Atomkraft, sonder um den Emissionshandel. Doch die Chefs der Atomkonzerne haben selbst hier wieder etwas an staatlicher Bevorteilung für ihre Reaktoren herausgeholt. In einem Plan soll festgelegt werden, wie viele Treibhausgase die einzelnen deutschen Kraftwerke ausstoßen dürfen, um das Klimaschutzziel zu erreichen. Wenn die Betreiber sparsamer sind, dürfen sie ihre Verschmutzungsrechte verkaufen, andere Kraftwerke, die noch nicht so weit sind, müssen dafür zahlen. Gezählt wird nur das CO2, welches während des Kraftwerksbetriebs entsteht. Bei der Atomenergie entsteht das CO2 aber hauptsächlich beim Uranabbau und der Umwandlung des Urans zu Kernbrennstoff und nicht beim Betrieb. daher wird der Energieemissionshandel den AKWs gute Einnahmen bringen. In Gesamtbilanzen, wie zum Beispiel der Gemis-Studie des Ökoinstituts Darmstadt, hat sich gezeigt, dass - wenn bei der Erzeugung von Atomstrom der Abbau und die Umwandlung des Urans miteingerechnet wird - mehr CO2 entsteht, als bei modernen Gaskraftwerken. Rechnet man jedoch nur die CO2 Emissionen des Kraftwerkbetriebs, dann werden moderne Gaskraftwerke schlechter dastehen als Atomkraftwerke. Da der Emissionshandel nur Anlagen größer als 20 MW in Betracht zieht, haben die Erneuerbaren Energien aus dem Emissionshandel keinen Gewinn zu verzeichnen. Atomkraftwerken geht es damit mal wieder besser als vorher und die Stromkonzerne können weiter strahlen. Übrigens: Im November, als zeitnah zum Tag X in Gorleben, soll es den nächsten "Energiegipfel" im Kanzleramt geben. Dann geht es um die zukünftige Energieversorgung, als auch die Zukunft der Atomkraft. Gut, wenn dann rund um den Castor deutliche Stimmen zu diesem Thema zu vernehmen sind. (unter Verwendung von Material von "solarhexe") > Niedersachsens Umweltminister Sander kommt am 26.9. nach Gorleben Seit Februar hat Niedersachsen eine neue Landesregierung und somit auch einen neuen Umweltminister: Hans-Heinrich Sander von der FDP. Seit Amtantritt hat die BI Lüchow-Dannenberg den Minister schon mehrmals zu einer öffentlichen Veranstaltung ins Wendland eingeladen, damit er der Bevölkerung vor Ort seine Positionen zum Thema Gorleben erläutern kann. Doch der Minister kneift. Jetzt wird er zwar am Freitag, den 26. September erstmals Gorleben besuchen und sowohl Endlager-Bergwerk als auch Zwischenlager besichtigen. Aber vor die Öffebntlichkeit traut er sich noch immer nicht. Aber wie so üblich im Wendland: Kommt der Minister nicht zu den Menschen, dann kommen die Menschen zu ihm: Ab 10 Uhr wird am Freitag vor den Toren des Endlager-Bergwerks demonstriert. Und weil Sander kneift, wird ihm um 13 Uhr in Abwesenheit der "Goldene Kneifer" verliehen. >Transport aus dem AKW Neckawestheim zur WAA Sellafield steht an Am Donnerstag wurden im AKW Neckarwestheim (bei Stuttgart) erneut drei leere Excellox-Behälter angeliefert. Damit dürfte ab Anfang kommender Woche mit dem Abtransport des hochradioaktiven Schrotts nach Sellafield zu rechnen sein. Die jährlich ins Ausland gekarrte Atommüllmenge entspricht noch immer dem zehnfachen dessen, was pro Jahr aus dem Ausland nach Gorleben gebracht wird. Das alles nur, damit in den Reaktoren Lagerplatz für den strahlenden Abfall der nächsten Jahre frei wird. Weitere Infos zum anstehenden Transport beim Aktionsbuendnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim, Tel 07141-903363, http://neckarwestheim.antiatom.de Herzliche Grüße aus dem schönen Wendland Jochen Stay >> Castor-Info-Dienst 06 >> 17. September 2003 --------------------------------------------------- X-tausendmal quer, Schweffelstr. 6 Hinterhaus, 24118 Kiel, 0431-2108821, info@x1000malquer.de Aktionskonto: 24 422 803, Volksbank Clenze, BLZ 258 619 90 --------------------------------------------------- >Castor-Pläne 2003 Viele Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen bereiten sich derzeit auf den Protest und Widerstand gegen den Castor-Transport nach Gorleben vor. Ideen werden geboren und ihre Umsetzung in Angriff genommen. Vieles ist derzeit noch nicht völlig durchorganisiert, aber um einen Überblick zum derzeitigen Planungsstand zu geben, hier eine unvollständige Aufzählung bisheriger Castor-Widerstands-Pläne: *Termin:* Derzeit deutet alles darauf hin, dass der Castor in der Woche ab dem 10. November rollt. Hundertprozentig ist das nicht, aber sehr wahrscheinlich und es lohnt sich, schon mal für diese Woche Urlaub zu beantragen und den Termin überall zu streuen. *Die bundesweite Auftaktdemo* wird also aller Voraussicht nach am Samstag, den 8. November stattfinden, diesmal in Dannenberg. Beginn ist um 13 Uhr am Marktplatz. Möglicherweise werden auch Shuttle-Busse ab Lüneburg, Uelzen und Salzwedel eingesetzt. *Eine große SchülerInnendemo* wird es bereits am Freitag, den 7. November geben. *Scheunen und Häuser* sollen der Unterbringung auswärtiger DemonstrantInnen dienen. Ein größeres Camp ist bisher nicht vorgesehen, weil sich die private Unterbringung in den letzten Jahren bewährt hat. Unterkünfte wird es entlang der ganzen Strecke zwischen Lüneburg und Gorleben geben. Schwerpunkte dabei sind Lüneburg, Göhrde, Hitzacker, Dannenberg und die Dörfer an der Straßenstrecke. *Lüneburg* wird wie im letzten Jahr ein Aktionsschwerpunkt sein. Mit einer Demonstration am Montag, 10.11. beginnt dort die heiße Phase des Widerstandes, danach wird es stetig und überall im Stadtgebiet und auch an den Hauptstrecken bis zum Tag X Aktionen geben. Infos demnächst auf www.ligatomanlagen.de *Region aktiv* nennt sich wieder das Konzept im Bereich Göhrde/Metzingen. Dort arbeiten Gruppen von außerhalb mit dem widerständigen Potential in der Region zusammen. *Eine große festliche Blockade mit Ankettaktion* unter dem Motto "Festgesetzt" planen Leute aus dem Umfeld von X-tausendmal quer auf der Schiene zwischen Lüneburg und Dannenberg. Diese Aktion ist für alle offen, damit es möglichst viele werden. Allerdings sollen alle, die mitmachen wollen, sich in den Tagen vor Tag X gemeinsam vorbereiten, denn so eine Aktion ist ja kein Pappenstiel. Die konkrete Vorbereitung beginnt direkt nach der Auftaktkundgebung. Quartiere für die Leute, die bei "Festgesetzt" mitmachen wollen, wird es in Hitzacker geben. Nächstes offenes Planungstreffen: 2.-5. Oktober im Wendland. Mehr Infos demnächst auf www.x1000malquer.de *WiderSetzen* plant eine große Blockadeaktion mit möglichst vielen Menschen aus Nah und Fern auf der Castor-Straßenstrecke. Diese Aktion ist u.a. etwas für diejenigen, die bisher bei den großen Blockadeaktionen von X-tausendmal quer dabei waren und die nicht bei "Festgesetzt" mitmachen wollen. Infos demnächst auf www.widersetzen.de *Das sind noch längst nicht alle Pläne.* So wird es wieder Anlaufpunkte und Infopunkte geben. Wahrscheinlich findet auch wieder jeden Abend eine große Kundgebung im Wendland statt. Die Bäuerliche Notgemeinschaft denkt sich bestimmt auch noch was Schönes aus. Auch die Castor-Webcam wird es möglicherweise wieder geben. Und vieles entsteht spontan wie immer. *Wichtig zu wissen:* Jede/r findet in den Tagen zwischen Auftaktdemo und Tag X eigene Möglichkeiten des Widerstandes. Von der angemeldeten Mahnwache über Gottesdienste, Kundgebungen, Eltern-Kind-Aktionen bis zu Aktionen auf der Castor-Strecke ist für alle was dabei. >Im Vorfeld gibt es folgende Aktivitäten/Ideen: *Mahnwache Hitzacker:* Jeden Sonntag um 16 oder 17 Uhr (siehe Termineseite von www.castor.de) am Bahnübergang an der Freien Schule *Xmaschen:* Immer wenn im September und Oktober ein Castor-Transport aus norddeutschen AKWs zu den WAAs in Frankreich oder Großbritannien rollt, treffen sich viele Menschen zu einer Mahnwache (und vielleicht mehr) in Maschen. Der Zusammenhang zwischen den Transporten ins Ausland und den Transporten nach Gorleben soll hier noch einmal demonstrativ deutlich gemacht werden. Infos unter 0160-91861925. *Castorelle Landpartie:* Eine Idee, die noch mit Leben gefüllt werden muss: In den Wochen vor dem Transport wird in Sälen, Scheunen und unter freiem Himmel entlang der Strecke mit Kunst und Kultur Stellung bezogen: Musik, Theater, Landschaftskunst, was auch immer. Wer Ideen dazu hat, melde sich bei der BI, Tel.: 05841-4684. *"Schönes Wochenende" am 25.10.:* Bundesweit auf den Strecken der Bahn fahren überall kleine Gruppen von AtomkraftgegerInnen und weisen in den Zügen auf den bevorstehenden Castor-Transport hin. Infos auf www.wirsindamzug.de *Überraschungs-Aktionen* wie neulich im Salzbergwerk kann es durchaus auch noch weitere geben. Da muss übrigens niemand drauf warten, sondern kann einfach selbst was Schönes vorbereiten. *Kettenreaktion Gorleben* nennt sich eine Mobilisierungs-Idee für die große Auftaktdemo am 8.11. Diesmal mobilisiert nicht nur die Initiativen, sondern jede/r Einzelne hilft mit. Das ganze funktioniert so ähnlich wie ein Kettenbrief und das Mitmachen ist ganz einfach. Nur folgende Erklärung unterschreiben und an Kettenreaktion Gorleben, Auf dem Berg 19, 29439 Jeetzel schicken: "Versprochen: Ich werde an der großen Auftaktdemonstration gegen den Castor-Transport nach Gorleben teilnehmen und versuche, mindestens drei weitere Menschen zu überzeugen, diese Erklärung zu unterschreiben." *Schmuck:* Es ist wieder an der Zeit, überall im Land sichtbar zu machen, was wir von Castor und Konsorten halten: mit großen und kleinen Xen, mit Plakaten, Transparenten und was Euch alles einfällt. Herzliche Grüße aus dem schönen Wendland Jochen Stay -- _______________________________________________ X1000malquer mailing list Abbestellen? Umstellen? http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/x1000malquer Fragen zu den Mailinglisten? >> http://www.x1000malquer.de/mailingliste-faq.html >> http://www.x1000malquer.de/mailing.html > Im Wendland wird langsam sichtbar, dass sich Widerstand regt Wer sich von Süden, also auf der Bundesstraße aus Salzwedel, dem Wendland nähert, merkt gleich, was los ist. Am Ortseingang von Lübbow liegt seit einigen Tagen ein großer gelber Castorbehälter, geschmückt mit Grabkreuzen. Natürlich handelt es sich hier nur um eine Imitation, aber sie macht drastisch deutlich, dass sich die Menschen in Lüchow-Dannenberg auf den nächsten Tag X vorbereiten. Apropos X: Überall im Landkreis wird das Zeichen des Widerstandes sichtbar. Alte Holzkreuze werden erneuert, viele neue aufgestellt. Alle sollen sehen: Diese Region gibt nicht klein bei, sondern wird weiter darum kämpfen, kommende Generationen vor immer stärker wachsenden Atommüllbergen zu bewahren. > Aber nicht nur im Wendland regt sich Widerstand Am kommenden Wochenende wird gleich an zwei AKW-Standorten für einen wirklichen Ausstieg demonstriert. Am 13 und 14.9. findet bei Schweinfurt in der Nähe des AKW Grafenrheinfeld das Open-Zelt-Festival "Kultur gegen Atommüll" statt. Nähere Infos unter http://de.indymedia.org/2003/08/59904.shtml oder http://www.ba-bi.org Zum AKW Neckarwestheim bei Stuttgart gibt es am 14.9.03 um 13.30 Uhr eine Demonstration ab dem Bahnhof von Kirchheim. Motto der Veranstaltung: "Statt Zwischenlager und Ausstiegslüge: Atomanlagen jetzt abschalten!" Mehr dazu unter http://neckarwestheim.antiatom.de > Schönes Wochenende: Bahnfahren gegen Atomkraft Am Samstag, den 25. Oktober 2003, zwei Wochen vor dem nächsten Castor-Transport nach Gorleben, wird es bundesweit in den Zügen der Bahn nur ein Thema geben: nämlich genau dieser anstehende Transport. Wie das funktioniert und warum dieser 25.10 ein idealer Aktionstag für sich (wieder) neu bildende Aktionsgruppen ist, beschreibt der Aufruf des Celler Forums gegen Atomenergie, den ich im Folgenden dokumentiere: "Dies ist ein offener Aufruf an alle AKW-Gegnerinnen und -Gegner, vor dem CASTOR-Transport nach Gorleben am letzten Oktobersamstag mit einer mobilen Demonstration gegen den atomaren Wahnsinn zu protestieren. Wir wollen so auf möglichst vielen Bahnstrecken und auf den Bahnhöfen ein deutliches Zeichen setzen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Als Zeitrahmen schwebt uns die Zeit von 10 bis 17 Uhr vor, der aber selbstverständlich auch erweitert werden kann; soll heißen, "die Zeit kann auch entgleisen". Wir finden die Form der mobilen Demonstration öffentlichkeitswirksam, weil wir die Bahnreisenden gezielt auf das Gefährdungspotential der Atommülltransporte aufmerksam machen können, - indem wir an sie Info-Material (Flyer, Gimmicks wie kleine Streichholzschachtel als "Atommüllverpackung") verteilen; - indem wir mit Transparenten, Plakaten, Plaketten u.ä. darauf deutlich machen, dass es eine lebendige Anti-AKW-Bewegung gibt; - indem wir mit den Bahnreisenden ins Gespräch kommen. Die Wirkung in der Öffentlichkeit kann gesteigert werden, - indem wir uns als Kleingruppen im Netz der Bahn bewegen, uns aber zu bestimmten Zeiten mit anderen auf ausgewählten Bahnhöfen zu größeren "Aufläufen" (flash mob action) treffen, wo vorbereitet oder spontan kleinere Aktionen durchgeführt werden können oder einfach nur unsere Anwesenheit für Aufmerksamkeit sorgt; - indem die einzelnen Gruppen Pressekonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern der Anti-Castor-Initiativen auf den Bahnhöfen veranstalten. - indem im Vorfeld Pressemitteilungen von den Gruppen an die (Lokal)presse versandt werden. Für alle Aktivistinnen und Aktivisten kann die mobile Demonstration nebenbei auch der internen Diskussion und Verständigung dienen. Wir verlegen praktisch ein Initiativen- oder AG-Treffen in die Waggons der Deutschen Bahn. Unterwegs treffen wir andere AKW-Gegnerinnen und -Gegner, mit denen wir uns über Aktivitäten und Ideen austauschen. Die gesamte Aktion hat einen sehr offenen, spontanen Charakter. Jede und jeder Einzelne ist aufgefordert, sich mit eigenen Ideen einzubringen. Schon mit relativ wenigen Leuten kann in Zügen oder auf Bahnsteigen Aufmerksamkeit erzielt werden. Bereiten wir dem Widerstand gegen Atomanlagen ein "Schönes Wochenende", indem wir mit dem so genannten Ticket für 28 Euro (da fünf Personen mitfahren können, zahlt jede 5,60 Euro) das gesamte Streckennetz der Deutschen Bahn für unseren Protest nutzen. Ein weiterer Vorteil: Das wird die Demo mit den kürzesten Anfahrtswegen aller Zeiten! Zur weiteren Vorbereitung richten wir demnächst die Internetseite: www.wirsindamzug.de ein. Hier können weitere Ideen und Absprachen der Gruppen für koordinierte Aktionen gepostet werden. Wir suchen auch noch eine Gruppe, die eine Abschlussparty am Samstagabend organisiert. Schön wäre es, wenn ihr die Internetseite auch für Rückmeldungen über gelaufene Aktionen nach der Demo nutzen würdet. Celler Forum gegen Atomenergie"
Celler Forum gegen Atomenergie Soweit der bundesweite Aufruf aus Celle. Wäre doch super, wenn manche Reisenden an diesem Tag gleich mehrmals AtomkraftgegnerInnen im Zug begegnen würden. Herzliche Grüße aus dem schönen Wendland Jochen Stay


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