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Nachden erfolgreichen CASTOR-Blockaden 2008 wird es dieses Jahr weitergehen: Wir wollen euch auf unsere näXten Termine aufmerksam machen:

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Prozeß am 6.3.2009 11:00 VG in Köln Apellhofplatz

Am 16.1.08 stand ein Uran- (hexafluorid)- transport von Gronau nach Rußland 7 Stunden still

Die Aktion:

Ein Urantransport von Gronau nach Russland (also Kein Castor, aber Atommülltransport ( abgereichertes Uf6) trotzdem) stand 7 Stunden bei Metelen still! Grund dafür war die Kletter-Aktion des Eichhörnchens. Ähnlich wie in September 2007 im Lüneburger Tiergarten wurde ein Seil zwischen 2 Bäumen über die Transport-Strecke gespannt. Die Polizei stand zunächst ratlos. Der mit Uranmüll (UF6) beladener Zug wurde gegen 19Uhr20 angehalten und konnte seine Fahrt erst gegen 02:13 am nächsten Tag fortsetzen, nachdem Eichhörnchen von inzwischen per Hunbschrauber eingeflogenen Spezialkräften vom Seil herunter geholt wurde.

Im Detail:
Luftakrobatik-Atomtransporte

http://de.indymedia.org/2008/01/205191.shtml

Gegen die anschliessende Ingewahrsamnahme wurde Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht.
*Strafrecht: Die Staatsanwaltschaft hat 30 Tagesätze wegen Nötigung beantragt, das Amtsgericht hat diesen Strafantrag abgelehnt (PM, Beschlus-pdf) und hält die Aktion nicht für strafbar :-)
Der mündliche Verhandlungstermin wird
am 26.3.09 vor dem VG Köln Appelhofplatz statt finden. Saal 160 11:00 Uhr
Evtl. Begleitaktionen in Vorbereitung

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Tschernobyl mahnt:
Keine Renaissance der Atomenergie
Atomanlagen sofort stilllegen!!
Überregionale Demonstration in Münster
25. April, 11 Uhr, Hindenburgplatz

vorläufiger Aufruf, Veranstaltung dazu in Köln in Kürze


1986 explodierte in Tschernobyl ein Atomreaktor. Millionen von Menschen in der Ukraine und Weißrussland leiden noch heute unter den Folgen. Tschernobyl hat auf tragische Weise gezeigt: Atomkraft ist nicht beherrschbar – Atomkraft tötet. Atomkraft ist auch keine Lösung gegen den Klimawandel – hier helfen nur erneuerbare Energien.

 Doch seit einigen Jahren versucht die Atomindustrie in Deutschland und anderswo massiv, eine „Renaissance“ der Atomenergienutzung zu erzwingen. Atomkonzerne wie die Essener RWE und die Düsseldorfer EON wollen in Deutschland längere Laufzeiten für AKWs –  in Bulgarien, Rumänien, Litauen, Finnland und Großbritannien wollen sie neue Atomkraftwerke bauen. Mit deutscher Unterstützung wird auch in Frankreich ein neues Atomkraftwerk gebaut – ist Tschernobyl schon vergessen?

 Auch in Nordrhein-Westfalen setzen Atomindustrie und CDU/FDP skrupellos auf den Ausbau der Atomanlagen:

 Ahaus: Ab 2010 sollen mehrere Hundert Atomfässer mit hoch verstrahltem Atommüll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague sowie der stillgelegten Kernforschungsanlage Jülich nach Ahaus gebracht werden. Sogar die Einlagerung von unverpacktem Atommüll ist beantragt – eine Öffentlichkeitsbeteiligung gibt es nicht!

 Gronau: Die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage in Gronau wird massiv ausgebaut und soll in Zukunft 35 große Atomkraftwerke mit Uranbrennstoff versorgen. Das bedeutet auch eine drastisch steigende Anzahl von Urantransporten quer durch Europa. In einem neuen Atommülllager in Gronau sollen bis zu 60 000 Tonnen abgereicherten Uranmülls „zwischen“-gelagert werden.

 Hamm: Ein Abriss des stillgelegten Pleitenreaktors THTR in Hamm wird etliche hundert Millionen Euro kosten. Obwohl ein THTR-Nachfolgereaktor sogar in Südafrika wegen technischer und finanzieller Probleme nicht mehr realisiert werden kann, steckt die NRW-Landesregierung viele Millionen in die Weiterentwicklung und will nach der Bundestagswahl sogar in NRW neue Hochtemperaturreaktoren bauen!

 Jülich: Bis 2013 soll das dortige Zwischenlager geräumt werden – nach Ahaus. Aber die Leichtbauhalle in Ahaus ist keine Lösung, sondern verschleiert das Grundproblem: Es gibt keine langfristig sichere Endlagerung von Atommüll weltweit!

 Lingen: Im benachbarten Niedersachsen soll das Atomkraftwerk Lingen II bis mindestens 2020 laufen – bis dahin droht jederzeit ein Super-GAU made in Emsland !

Aktuelles siehe auch: sofa-ms.de

Gelaufene Aktion

FINGERWEG von Belene, AKW in Ungarn
 Bericht von der Aktion am 5.3 in Köln  siehe 
www.urgewald.de
Hintergrundbeitrag 1 Die RheinEnergie befindet sich derzeit im Besitz zweier Gesellschafter: 80 Prozent der Anteile hält die GEW Köln AG, die als Holdinggesellschaft wiederum direkt und indirekt zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Köln ist. Die anderen 20 Prozent befinden sich im Besitz der RWE-Gruppe. RWE brachte als strategischer Minderheitspartner bei Gründung der RheinEnergie AG im Jahr 2002 Sachanlagen ein. Hintergrundbeitrag 2 Bundesweite RWE-Aktionswoche 2.-8.März 2009 RWE prescht vor: Laufzeitverlängerungsantrag für das uralte AKW Biblis A, atomarer „Pro-Klima-Strom“ und die geplanten Beteiligungen von RWE an so krassen AKW-Neubau-Plänen wie Belene in Bulgarien, Cernavoda in Rumänien, Ignalina in Litauen, oder zuletzt die Ankündigung, in Großbritannien gleich mehrere neue AKW bauen zu wollen. Diese aggressive Atompolitik dürfen wir RWE nicht durchgehen lassen. Wenn der Konzern sogar ein so umstrittenes AKW wie Belene mitten in einem Erdbebengebiet bauen kann, wird er sich in seiner Geschäftspolitik bestätigt sehen und Belene kann zum Startschuss für eine Welle von AKW-Neubauten zunächst in Osteuropa werden. Gleichzeitig gibt es gerade an der Belene-Beteiligung im RWE-Aufsichtsrat große Zweifel, die sich zum handfesten Machtkampf zwischen Konzernchef Großmann und dem Aufsichtsrat auswachsen. Damit besteht die Chance, diese Konflikte zu schüren und das Projekt bei RWE zu Fall zu bringen, um so RWE vor Augen zu führen, dass Atomkraft nach wie vor ein Imagekiller ist. Deshalb plant urgewald mit Partnern eine bundesweite Aktionswoche vom 2.-8. März 2009. In der Woche jährt sich das Erdbeben in Shistov, bei dem 1977 120 Menschen umgekommen sind, nur 12 km vom Belene-Standort entfernt. In dieser Woche sollen in möglichst vielen Orten Proteste zu Belene und RWE stattfinden. Bevorzugt vor RWE-Kundenzentren, wobei zum Beispiel auch enviva oder Eprimo zu RWE gehören. Da im RWE Aufsichtsrat auch Vertreter der Allianz und die Bürgermeister von Essen, Mülheim und Dortmund sitzen, kann Protest auch vor deren Rathäusern oder vor Allianzniederlassungen stattfinden. Wir beraten Interessierte gern, was an ihrem Standort am besten ist. Um den Bedenken im RWE-Aufsichtsrat gegen eine Beteiligung am AKW-Bau im bulgarischen Belene entgegen zu kommen, hat der RWE-Vorstand zunächst eine Projektentwicklungsgesellschaft gegründet, die alle Probleme lösen soll, bevor Geld fließt. Wie Probleme der Art „Erdbebenrisiko“, „unbekannte, neue Technologie“, „ungelöste Entsorgung des radioaktiven Abfalls“, „Korruption“, „schwache Aufsichtsbehörden“ und „gefährliches politisches Klima“ in 18 Monaten gelöst werden sollen, gehört zu den Geheimnissen des RWE-Vorstandes. Sicher ist jedoch, dass es sich lohnt, dem RWE-Aufsichtsrat und dem Konzern selbst zu zeigen, wie gefährlich das AKW-Projekt Belene ist und wie schlecht fürs Image von RWE. Deshalb organisieren urgewald und .ausgestrahlt eine bundesweite dezentrale Aktionswoche im März, zum Jahrestag des letzten großen Erdbebens am Standort Belene. In dieser Woche sollen in möglichst vielen Orten Proteste zum Thema AKW Belene und RWE stattfinden. Bevorzugt vor RWE-Kundenzentren. Wobei nicht überall RWE draufsteht, wo RWE drin ist: enviva oder Eprimo zum Beispiel klingt nicht nach RWE, ist aber RWE. Und wo sich gar keine RWE-Kundenzentren finden lassen, kann Protest auch vor der Allianz stattfinden, oder in Essen, Mülheim und Dortmund vor den Rathäusern. Denn dort sitzen RWE-Aufsichtsräte, die die Macht haben, das AKW im bulgarischen Belene zu verhindern.