Die Aktivitäten und Hintergründe zu der geplanten Urananreicherungsanlage im Iran sind vielfältig.
Ein paar "Schnippsel" haben wir auf dieser Seite abgedruckt.
Im übrigen gibt es im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet zwei Urananreicherungsanlagen ( Gronau und Almeno), welche ca. 60 AKWs versorgen können. Mehr dazu auf der www.aku-gronau.de
Informativ ist auch das Heft Nr. 161 von www.anti-atom-aktuell.de

- link auf die Seite der

http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/index.html

Fotomontage der Arbeiterfotografie


- so dann eine Rundmail von der Friedenskoperative aus Bonn

friekoop@bonn.comlink.org schrieb am 15.02.06 19:09:54:
> 
> Drohender Krieg gegen Iran: Vorschläge der Kooperation für den Frieden
> 
> Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,
> liebe Kolleginnen und Kollegen,
> sehr geehrte Damen und Herren,
> 
> es kann keinen Zweifel daran geben, dass eine weitere schwerwiegende
> Eskalation des 2001 begonnenen "Kriegs gegen den Terror" droht: ein
> Angriff auf den Iran, voraussichtlich mit Luftbombardements, u.U.
> sogar unter Einschluss von Nuklear-Waffen ("bunker buster").
> Begründet wird dies mit dem iranischen Atomprogramm, welches sich
> aber durchaus im Rahmen dessen bewegt, was nach dem
> Atomwaffensperrvertrag zulässig ist. Der angedrohte Feldzug des
> Westens wäre ohne Zweifel ein weiterer völkerrechtswidriger
> Angriffskrieg und würde die desaströsen Folgen des Irakkriegs noch
> unabsehbar ausweiten und vertiefen.
> 
> Anders als gegen den Irak ist die deutsche Bundesregierung diesmal
> eindeutig auf der Seite der Kriegstreiber, und gerade auch Frau
> Merkel hat dabei die "rote Linie" der Vorbereitung und der
> vorbeugenden Rechtfertigung eines Angriffskrieges schon
> überschritten.
> 
> Was tun? Wir haben einige Aktivitäten gesammelt, die bereits
> angelaufen sind oder rasch realisiert werden können und sollten.
> 
> 1.) Appell an den UN-Generalsekretär: (www.koop-frieden.de)
> Bereits auf den Weg gebracht wurde auf Initiative von Mohssen
> Massarrat ein Aufruf an Kofi Annan, der gefährlichen
> Eskalationsspirale durch die Einrichtung einer Mediationsgruppe mit
> prominenten früheren Staatschefs der verschiedenen Lager ein
> Moratorium entgegenzusetzen, welches die nötige Zeit und Vernunft
> für eine für alle Seiten akzeptable diplomatische Lösung
> bereitstellen könnte. Der Vorschlag wurde bei unserer
> Strategiekonferenz diskutiert und fand die Unterstützung der
> Kooperation sowie einer ganzen Reihe weiterer Friedensorganisationen
> und Persönlichkeiten; international wird er schon von respektablen
> Persönlichkeiten und wichtigen Organisationen mitgetragen und wird
> voraussichtlich noch im Februar 2006 in New York persönlich an Kofi
> Annan überreicht werden.
> 
> Umstritten auch in unseren Reihen waren personelle Vorschläge in
> diesem Appell, insbesondere Gerhard Schröder und Bill Clinton. Klar
> ist natürlich allen UnterstützerInnen, dass diese beiden
> Persönlichkeiten keineswegs als Vertreter der Friedensbewegung
> gesehen werden können (im Gegenteil), wohl aber als intelligente und
> angesehene Repräsentanten ihrer jeweiligen Machteliten, und darauf
> kommt es bei dieser Initiative an, die ja keineswegs eine originäre,
> inhaltliche Stellungnahme der Friedensbewegung selber ersetzen kann
> und soll! Die Beispielliste der Kommissionsbesetzung wird
> voraussichtlich eher als Anhang zum Vorschlag selbst überreicht.
> (Umgehende Unterzeichnung per Mail an friekoop@bonn.comlink.org 
> möglichst nur noch durch Organisationen und Initiativen, 
> die Liste wird geschlossen)
> 
> 2.) Appell von ParlamentarierInnen und Zivilgesellschaftlichen
> Organisationen an involvierte Regierungen:
> (http://www.ippnw.de/index.php?/s,1,52,62,248/o,article,1309/)
> 
> Auch dieser Appell, in erster Linie an die US-, die iranische und
> die israelische Regierung gerichtet und von Abolition 2000
> (internationales Netzwerk zur Abschaffung von Atomwaffen) initiiert,
> ist bereits auf dem Weg und wurde am 7.2. veröffentlicht. Er enthält
> substanzielle Forderungen der Friedensbewegung, insbesondere nach
> globaler nuklearer Abrüstung und einer atomwaffenfreien Middle-East-
> Zone, und wurde von einer Reihe internationaler
> Friedensorganisationen unterstützt.
> Eine Kurzfassung kann online unterzeichnet werden:
> http://www.ippnw.de/index.php?/s,1/o,form,20/
> 
> 
> 3.) Information der Öffentlichkeit und Anfragen an die
> Bundestagsabgeordneten
> 
> Dies ist in der jetzigen Phase sicher entscheidend, um noch Einfluss
> auf die Haltung der deutschen Bundesregierung zu gewinnen, deren
> Position pro oder contra Krieg von hoher Bedeutung für den weiteren
> Fortgang ist. Die IPPNW bereitet ein Info-Blatt zur Iran-Krise und einen
> Musterbrief an die Bundestagsabgeordneten vor (ab Ende dieser Woche
> unter www.ippnw.de abzurufen), die Kooperation für den Frieden
> (Andreas Buro) erarbeitet ein Dossier zu Kriegsprävention und
> Ziviler Konfliktbearbeitung am Beispiel Iran. Eine allgemeine
> BürgerInneninformation zur Zivilen Konfliktbearbeitung und den
> Alternativen zu Militärinterventionen und Krieg erscheint in Kürze 
> und ist dann über www.friedenskooperative.de bestellbar. Diese
> Publikationen können gut für die Aktivitäten örtlicher Gruppen
> genutzt werden, für möglichst flächendeckend organisierte
> Diskussionsveranstaltungen und auch für die Ansprache der örtlichen
> Abgeordneten.
> 
> 4.) Erarbeitung eines breit unterstützten Aufrufs der Organisationen
> und Initiativen der Friedensbewegung, der unsere verschiedenen
> Aktivitäten in einem einfachen und klaren Forderungs- und
> Vorschlagskatalog an die deutsche Regierung vereint.
> Veröffentlichung, z.B. per Zeitungs-Annonce; Termin etwa 4.3., vor
> Ablauf des IAEO-Ultimatums an Iran. 
> 
> 5.) Darin auch Ankündigung von Straßen-Aktionen mit einer ersten
> Kulmination am 18.3., dem internationalen Tag gegen den Irak-Krieg.
> 
> 6.) Inhaltliche Verknüpfung der Aktivitäten gegen Irak- und Iran-
> Krieg
> u.a. über die Aktionen um den Besuch von Cindy Sheehan, ebenfalls im
> März. ( u.a. 9.03.06 in Aachen, 11./12.3.06 Zeltlager vor dem
> Stützpunkt in Ramstein, 14.3.06 Straßburg ...)
> und bei den Ostermärschen.
> 
> 7.) Eine breit angelegte Unterschriftenaktion an Bundesregierung und
> Bundestag, die den Aufruf von Friedensorganisationen (Punkt 4)
> nochmals Infostand-tauglich verkürzt, die Forderungen des
> internationalen ParlamentarierInnen-Appells (Punkt 2) aufgreift,
> aber von Bürgerinnen und Bürgern in der Bundesrepublik an die
> deutsche Politik gerichtet ist. Ein Text für diese
> Unterschriftenaktion wird gerade innerhalb der Kooperation für den
> Frieden und möglichst darüber hinaus abgestimmt. Er wird der bald
> erscheinenden nächsten Ausgabe der Zeitschrift FriedensForum
> beigelegt, als PDF-Datei zum Ausdrucken auf unseren web-Seiten zur
> Verfügung stehen und auch online unterschreibbar sein. Diese auch
> als Petition an den Bundestag gerichtete Aktion, die etliche
> Tausende von Unterschriften sammeln soll, ist für Veranstaltungen
> der nächsten Zeit, Infotische am Aktionstag 18. März und auch noch
> während der Ostermärsche geeignet. Gesammelte Listen sollen schon im
> März dem Bundestag überreicht, aber später auch nachgereicht werden,
> bis die Bundesregierung die Forderungen akzeptiert und umgesetzt
> hat.
> 
> 7.) Demonstrationen dezentral und, falls möglich, mit einem
> Schwerpunkt in Berlin (dort gibt es bereits Planungen für den 18.3.
> oder 20.3.06)
> 
> Die Vorschläge 3.) bis 6.) bzw. ähnliche Vorschläge wurden auch im
> Bundesausschuss Friedensratschlag in Kassel am 5.2.06 besprochen.
> Siehe auch http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/presse/2006-02-06.html
> 
> Soweit die erste Sichtung der Vorschläge.
> 
> Bitte teilt uns Eure Ideen dazu und Eure Planungen mit, damit sich
> ein vielfältiges und doch untereinander abgestimmtes Vorgehen daraus
> ergeben kann..Insbesondere eigene örtliche Veranstaltungen stellt bitte auch per
> Mail oder durch online-Eintragung im bundesweiten Terminkalender zur
> Verfügung. Übrigens nicht nur zum Thema drohender Iran-Krieg,
> sondern auch zu den Ostermärschen oder den zahlreichen
> Veranstaltungen zu 20 Jahre Tschernobyl u.v.m. werden dort zentral
> die Veranstaltungstermine gesammelt.
> Mail: friekoop@bonn.comlink.org
> Online-Kalender: www.friedenskooperative.de/cgi-bin/termine.pl
> 
> Herzliche Grüße
> Matthias Jochheim, Renate Wanie und Susanne Grabenhorst
> SprecherInnen der Kooperation für den Frieden
> 
> Kooperation für den Frieden
> c/o Netzwerk Friedenskooperative
> Römerstr. 88
> 53111 Bonn
> Tel. 0228/692904, Fax: 0228/692906
> Mail: friekoop@bonn.comlink.org
> www.koop-frieden.de
> www.friedenskooperative.de
> Spendenkonto:
> Förderverein Frieden e.V., Kto.-Nr. 33 0 35
> bei Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)
> 
> P.S.: Das Spendenkonto ist nicht ohne Grund angefügt. Die
> zahlreichen Aktivitäten der Kooperation für den Frieden und des
> Bonner Büros des Netzwerks Friedenskooperative sind ohne die
> politische - aber eben auch finanzielle - Unterstützung zahlreicher
> engagierter Menschen und Initiativen nicht machbar.
> 
> Und noch ein Hinweis, da wir schon bei Eigenwerbung sind:
> Das vom Netzwerk Friedenskooperative herausgegebene Magazin
> "FriedensForum" spiegelt wie kein anderes Medium die Aktivitäten,
> Informationen und Diskussionen aus und innerhalb der
> Friedensbewegung in 6 Ausgabe à ca. 44 Seiten pro Jahr zum Abopreis
> von 18,- EUR pro Jahr. Die Texte der früheren Ausgaben stehen im web
> unter www.friedenskooperative.de zur Verfügung.
> 
> P.P.S.: Diese Rundmail geht an einige tausend Adressen von 
> Initiativen und Gruppen aus der Friedens- und globalisierungs-
> kritischen Bewegung, Kirchengemeinden, Gewerkschaftsverbänden 
> und Interessierte aus dem Verteiler des Netzwerk Friedenskooperative.
> Etwaige Doppelungen z.B. durch - sehr erwünschte - Weiterleitungen 
> bitten wir zu entschuldigen.
> 
> 




 -und ein paar Zeilen Hintergrund


09:17 12.02.2006

USA sollen an Plänen für Iran-Angriff arbeiten

US-Militärstrategen arbeiten nach einem Pressebericht an Plänen für
einen möglichen Angriff auf den Iran als letzte Option im Atomstreit.
Das berichtet die britische Zeitung "Sunday Telegraph".

[sda] - Planer des US-Zentral- und Strategie-Kommandos identifizierten
Ziele und arbeiteten an der Logistik für einen Einsatz, meldet das Blatt.
Ein Bericht über die Planungen gehe an das Büro von
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, damit es eine militärische
Option für den Fall gebe, dass die diplomatischen Bemühungen um die
Einstellung der umstrittenen iranischen Atomaktivitäten scheiterten.

"Das ist mehr als die Standardeinschätzung der militärischen
Eventualitäten", zitierte die Zeitung einen ranghohen Pentagonberater.
In den vergangenen Monaten habe das Thema eine "viel grössere
Dringlichkeit" erhalten.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zuvor indirekt mit
der Kündigung des Atomwaffensperrvertrags gedroht. Bislang habe sich
Iran an die Vorgaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und
des Atomwaffensperrvertrags gehalten, sagte er am Samstag. Sollte der
Westen aber weiter Iran das Recht auf eigenes atomares Material
verwehren, werde Teheran seine Politik ändern.

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13:41 12.02.2006

Iran hält sich vorerst weiter an Atomwaffensperrvertrag

Der Iran will sich vorerst weiter an den Atomwaffensperrvertrag halten.
Dies teilte das Aussenministerium in Teheran mit.

[sda] - Je nachdem, wie die Entscheidung der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) nach der erneuten Sitzung des Gouverneursrats
am 6. März ausfalle, könne Teheran jedoch seine Position überdenken,
sagte Ministeriums-Sprecher Hamid Resa Assefi.

Der Atomwaffensperrverrtrag sei "ein internationaler Pakt, an den wir
uns weiter halten, aber wir können nicht hinnehmen, dass er für
politische Zwecke missbraucht wird", fügte Assefi hinzu. Irans Präsident
Mahmud Ahmadinedschad hatte am Samstag indirekt mit der Kündigung des
Sperrvertrags gedroht.

Der IAEA-Gouverneursrat hatte den UNO-Sicherheitsrat Anfang Februar
zunächst über den Atomstreit mit Iran informiert, eine Entscheidung über
die formelle Anrufung des Gremiums jedoch bis zu einer weiteren Sitzung
des Gouverneursrats am 6. März vertagt. In einer Resolution forderte der
Gouverneursrat Teheran auf, seine Urananreicherung zu stoppen.

Unterdessen ist eine neue Gruppe von Inspektoren der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) in der iranischen Hauptstadt Teheran
eingetroffen. Sie sollten die Wiederaufnahme der Nuklearforschung
überwachen.
Das sagte Parlamentspräsident Gholam-Ali Hadad-Adel laut der
Nachrichtenagentur Irna. Mit der Forschung werde am Sonntag oder Montag
wieder begonnen.

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USA arbeiten angeblich an Plan für Angriff auf Iran

Sonntag 12. Februar 2006, 17:51 Uhr

London (AFP) - Für den Fall eines Scheiterns der Diplomatie im
Atomstreit arbeiten US-Strategen angeblich an einem Plan für einen
Militäreinsatz gegen den Iran. Planer des US-Zentral- und
Strategie-Kommandos würden bereits Ziele identifizieren und an der
Logistik für einen Angriff arbeiten, berichtet die britische Zeitung
"Sunday Telegraph". Ein Bericht über die Planungen gehe an das Büro von
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Der iranische Präsident Mahmud
Ahmadinedschad hatte zuvor indirekt mit der Kündigung des
Atomwaffensperrvertrags gedroht.

Für den Fall, dass die diplomatischen Bemühungen um die Einstellung der
umstrittenen iranischen Atomaktivitäten scheitern, solle es eine
militärische Option geben, heißt es dem Zeitungsbericht zufolge. "Das
ist mehr als die Standardeinschätzung der militärischen Eventualitäten",
zitiert das Blatt einen ranghohen Pentagonberater. In den vergangenen
Monaten habe das Thema eine "viel größere Dringlichkeit" erhalten.

Bislang habe sich der Iran an die Vorgaben der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) und des Atomwaffensperrvertrags gehalten,
sagte Ahmadinedschad am Samstag vor mehreren hunderttausend Iranern zum
Jahrestag der Islamischen Revolution. Sollte der Westen aber weiterhin
dem Iran das Recht auf eigenes atomares Material verwehren, werde
Teheran seine Politik ändern.

Am Sonntag sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid
Resa Assefi, der Iran wolle sich vorerst weiter an den
Atomwaffensperrvertrag halten. Je nachdem, wie die Entscheidung der IAEA
nach der erneuten Sitzung des Gouverneursrats am 6. März ausfalle, könne
Teheran jedoch seine Position überdenken. Der Atomwaffensperrverrtrag
sei "ein internationaler Pakt, an den wir uns weiter halten, aber wir
können nicht hinnehmen, dass er für politische Zwecke missbraucht wird",
fügte Assefi hinzu.

Teheran kündigte für Sonntag oder für Montag die Wiederaufnahme der
Atomforschung an. Zu deren Überwachung sei eine neue Gruppe von
Inspektoren der IAEA in der iranischen Hauptstadt eingetroffen, sagte
Parlamentspräsident Gholam-Ali Hadad-Adel.

Der IAEA-Gouverneursrat hatte den UN-Sicherheitsrat Anfang Februar
zunächst über den Atomstreit mit dem Iran informiert, eine Entscheidung
über die formelle Anrufung des Gremiums jedoch bis zu einer weiteren
Sitzung des Gouverneursrats am 6. März vertagt. In einer Resolution
forderte der Gouverneursrat Teheran auf, seine Urananreicherung zu stoppen.

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